fahrrad-tour.de fahrrad-tour.de Übersicht aller beschriebenen Radwege Überblick aller beschriebenen Radtouren in Deutschland Überblick aller beschriebenen Radtouren in Europa Tagebücher unserer Radtourbeschreibungen


Saaleradweg von der Quelle bis zur Mündung in die Elbe

Radtour mit SChiff und Rad von Korfu nach Athen

Wir waren unterwegs .....

Onlinetagebuch 4.7.2011 bis 13.7.2011

 

 


Karte Jakobsradweg

Der Radweg entlang der Saale:

Die Saale entspringt im Fichtelgebirge. Am Oberlauf sind die Steigungen schon als heftig zu bezeichnen.
Die Saale muss zwei Talsperren durchqueren, bis sie Saalfeld erreicht.

Danach beginnt der flachere Teil des Radweges und Sie passieren die Universitätsstadt Jena. Ein weiteres Highlight ist Naumburg mit seinem bekannten Dom und seiner schönen Innenstadt.

Hier mündet auch die Unstrut in die Saale. Ein Abstecher ins Tal der Unstrut steht auf unserem Plan.

Vom Thüringer Becken aus erreichen wir nun ein Tiefland.
Schöne Städte am Weg sind Merseburg, Halle und natürlich Bernburg.

In Barby mündet die Saale in die Elbe.
Magdeburg ist unser Ziel.

Hier geht es zur ausführlichen Beschreibung des Saaleradweges:
Überblick der Etappen - Ausführliche Beschreibung

Karte Saale Stauseen 1:50.000 bestellen
Dumont Kunst- und Kulturführer bestellen





Bücher und Karten Bücher: Saale Rad- und Wasserwanderführer

Bücher und Karten Bücher: Magdeburg: Stadtführer

Bücher und Karten Bücher: Jena: Stadtführer



Bücher und Karten

Bücher und Karten Zimmer auf der Tour

Bücher und Karten

Bücher und Karten Alle Veranstalter

4.7.2011 - Anfahrt mit der Bahn nach Münchberg -
und Weiterfahrt nach Hof

Wir fahren über Stuttgart - Nürnberg - Bamberg nach Münchberg.
Alles klappt super und wir loben mal wieder die Bahn, nachdem sie uns letzte Woche einfach am Bahnhof in Waldshut wegen "Überfüllung" hatte stehen lassen.
Bei langen Strecken im IC muss man reservieren und dann klappt es auch.
Eine sehr ruhige Fahrt in neuen IC-Betriebswagen macht Spass!

Kirche in Münchberg

So starten wir in Münchberg um halb zwei und fahren in Richtung Saalequelle nach Zell im Fichtelgebirge.
Auf einsamen Straßen erreichen wir den Ort Zell. Die Wolken hängen tief.
Den Gang zur echten Quelle sparen wir uns.

Von Zell aus folgen wir dem Radweg auf Wirtschaftswegen nach "Sparneck".
Kurz nach dem Ort überqueren wir erstmals die junge "Saale" und folgen dem Radweg über die Hügel.
Die Landschaft ist recht hügelig, aber es macht Spass und gibt Höhenmeter.

Die junge Saale in Weissdorf

In Weissdorf schauen wir ein Wasserschloss und die Kirche an. In der offenen (!!), evangelischen Kirche sind Fresken aus dem Mittelalter freigelegt und schmücken die Säulen und den Chor der Kirche.

Dann folgt eine naturbelassene Landschaftsetappe entlang von Höfen mit jungen Gänsen und Kälbern.

In Schwarzenbach besichtigen wir die Kirche, die der Organist gerade aufschließt. Er fragt, wo wir her kommen und prompt kennt er einen Oberarzt, der aus unserer Heimat Weil der Stadt stammt.

In In Schwarzenbach

Die Saale wird in Schwarzenbach angestaut und bildet eine schöne Idylle mit den Villen und Bürgerhäusern.
Durch einen Öko-Naturpark radeln wir weiter und erreichen entlang der Saale den Ort "Oberkotzau".
Von hier folgt der Radweg auf einem sehr schönen Naturpfad der Saale bis "Hof".

In Rathaus in Hof

"Hof" hat eine sehr schöne Innenstadt mit vielen Jugendstilhäusern.
Zahlreiche Kirchen, Straßenzüge und das Rathaus sind sehenswert.

Kilometer: 45 km
Höhenmeter: 417 m















5.7.2011 - Höhenmeter und Berge - aber so wollten wir es

Wir starten in Hof und bleiben zunächst an der Saale. Der Radweg führt direkt am Fluss entlang und leitet uns so nochmals durch die Stadt hindurch.

Nach Hof radeln wir auf der rechten Saaleseite durch einen Wald und erleben die Saale vollkommen naturbelassen.
Eine sehr schöne, unberührte Landschaft, idyllisch und romantisch aber dafür auch ohne Asphalt. Der Radweg überquert auf einer Holzbrücke die Saale.

Die Saale nach Hof

Die Etappe führt meist auf naturbelassenen Wegen (also anstrengend) immer rauf und runter entlang der Hügel an der Saale. Wir radeln durch Joditz und erreichen dann die frühere deutsch-deutsche Grenze bei Hirschberg. Eine Tafel an der Brücke dokumentiert die "Öffnung" am 30.12.1989.

Ehemalige Deutsch-deutsche Grenze in Hirschberg

Danach geht es kurz im Flusstal weiter, bis ein weiterer Berg nach Rudolphstein führt. Ein ruhiger Ort (wie alle hier) mit einem schönen Rathaus und in Sichtweite ein Schloss.

Brücke nach Sparnberg

Weiter geht es nach Sparnberg, eine kurze "Radler"-Rast im Biergarten, dann eine schöne Abfahrt zur Saale und gleich danach wieder schenkelquälend nach oben, Pottiga heißt dieser Ort mit einer schönen Aussicht. Grund für die vielen Steigungen ist der bald beginnende "Bleiloch-Stausee", der größte in Deutschland.
Wieder eine Abfahrt nach Blankenberg und dann nach Blankenstein. Hier kommt der Höhepunkt der heutigen Quälereien. Die Steigung nach dem Bahnübergang in Blankenstein ist echt krass...(12%).

Steigung in Harra

Blankenstein ist der Startpunkt für den bekannten Rennsteig-Wanderweg und Ausgangspunkt vieler weiterer Wanderungen.
Ziemlich kaputt erreichen wir Harra, wo wir bei einem freundlichen "Multi-Funktions-Laden" (Gemüse, Post, Whisky, Bücher, Schilder....) eine Getränkepause einlegen und uns einen "Dimple" genehmigen. Jetzt scheint auch richtig die Sonne, wie wir das immer erwarten.

Nach Harra kommt nochmals eine extreme Steigung, danach führt die Landstraße schön bergab ins Saaletal, wo der Stausee beginnt.

Wir zweigen nach rechts ab auf einen Forstweg. Stetig bergauf über einen Hügel im Wald erreichen wir die Brücke von Bad Lobenstein nach Saaldorf. Nach dem Ort geht es wieder von der Straße ab in den Wald. Romantisch, aber höllisch steil und holperig führt der Forstweg auf den höchsten Punkt unserer Tour, wo es aussieht, wie in einem Hochmoor. Gräser und Kräuter in allen Farben und nur noch Birkenbäume und ein paar Kiefern. Gigantisch.

Auf dem höchsten Punkt der Etappe

Bei unserer Ankunft vor Saalburg bietet sich uns ein schöner Blick auf den Stausee.

Blick auf den Stausee

Nach weiteren 10 Kilometern bergauf und bergab erreichen wir unser Tagesziel Saalburg. In der Abendsonne machen wir noch Fotos von der Brücke über den Stausee, wo die Ausflugsboote anlegen. Saalburg ist touristisch erschlossen und sehr gepflegt mit viel Gastronomie und Hotels.

Kilometer: "nur" 53 km
Höhenmeter: dafür 825 Meter

Höhenprofil der Tagesetappe

6.7.2011: Von Saalburg Berg um Berg nach Saalfeld - Etwas für Tiere

In Saalburg starten wir und halten uns zunächst am Ufer der Talsperre Bleiloch, die den größten Stausee in ganz Deutschland darstellt.

Sie wurde schon 1926 als größte Talsperre Deutschlands erbaut und staut das Wasser der Saale an.
Wir passieren die "Steinerne Rose", ein 400 Millionen altes Naturdenkmal. Die Steinformation zerfällt kubisch in der Form einer Rose.

Steinerne Rose

Danach fädelt sich der Saaleradweg auf einen Radweg auf einer ehemaligen Bahnlinie ein und führt leicht bergauf weiter.
Weil der Radweg so perfekt verläuft, übersehen wir den Abzweig des Saaleradweges (oder fehlt das Schild?).
Wir erreichen auf jeden Fall die Kreisstadt Schleiz, die etwas abseits der Saale liegt.

Rathaus in Schleiz

Aber kein Problem, über einsame Landstraßen erreichen wir wieder die Originalradwegführung bei "Crispendorf" und müssen feststellen, dass - bedingt durch Bauarbeiten - eine Umleitung nach "Ziegenrück" gefahren werden muss.
Hier erreichen wir wieder die Saale.

Blühendes Feld

Eine kurze Pause mit "Kalter Gurkensuppe" und einem Salat mit Shrimps macht uns fit für die nächste Bergetappe, die auf den Berg nach "Paska" führt.
Der Radweg führt danach wieder bergab und erreicht die "Linkenmühle", von der aus die einzigste Autofähre Thüringens auf die andere Seite der Saale fährt.

Saale in Ziegenrück

Auf der anderen Seite wünscht uns der Fährmann: "Freundliche Auffahrt!".
Das ist wörtlich zu nehmen, denn ab hier geht es 3 km mit 6% Steigung bergauf. Glücklicherweise ist die Straße asphaltiert, so dass wir mit Gepäck entspannt den Berg erklimmen.

Blick auf die Schleifen des Stausees

Viele schöne Ausblicke auf die Talsperre machen die Auffahrt kurzweilig.
Trotzdem sind wir froh, dass am Ende des Berges in "Altenbeuthen" eine Gastwirtschaft geöffnet hat. Der Wirt war lange in Nürnberg und hat sich jetzt in seiner früheren Heimat wieder niedergelassen.
Freundlich füllt er uns kostenlos unsere Wasserflaschen und gibt uns Tipps für die Weiterfahrt.

Der Saaleradweg folgt nun dem Hügelkamm der Randberge.

Ab dem sehenswerten Ort "Reitzengeschwenda", der auch ein interessantes Volkskundemuseum hat, geht es steil bergab zum Saalestausee.
Ein paar Kilometer folgen wir dem Stausee, dann überqueren wir auf der Staumauer des Stausees "Hohenwarte" die angestaute Saale.

Stausee in Gewitterstimmung

Auf der anderen Seite der Mauer fahren wir wieder steil bergab und erreichen einen zweiten Stausee bei "Kraulsdorf".
Der Radweg folgt nun dem linken Ufer der Saale und macht viele steile Ausflüge in kleine Dörfer auf die Randberge.
Teilweise steigt der Radweg 12% auf Schotterwegen oder führt in ähnlichen Steigungen bergab.
Nicht einmal die Einheimischen nutzen auf diesen Strecken das Fahrrad - nur wir Radtouristen! Was ist schlimmer? Der Schmerz in den Oberschenkeln bergauf oder in den Handgelenken beim Bremsen bergab?

Rathaus in Saalfeld

Man muss schon viel Liebe zum Radfahren entwickeln, um diese Streckenführung als schön zu empfinden.
Wir tun es, dafür essen wir am Etappenziel "Saalfeld" etwas mehr.
Aber die Ausschilderer des Saaleradweges sollten sich überlegen, eine zweite, ebenere Routenführung auszuschildern. Mit dieser "sportlichen" Variante findet man wenig Freunde.

Strecke: 78,4 km
Höhenmeter: 1024 Meter!!!

7.7.2011: Feengrotten in Saalfeld und entspannte Tour bis Jena

Die bekannte Feengrotte ist in einem alten Bergwerk in Saalfeld beheimatet.
Wir lassen es uns nicht nehmen, schon morgens in aller Herrgottsfrühe zum Bergwerk zu radeln.
Obwohl wir vor neun Uhr schon da sind, werden wir in Gruppe 3 eingeordnet.
Nachher stellt sich heraus, dass Gruppe 1, 2 und 3 zusammen laufen und insgesamt nur 9 Personen sind.

Blick in die Feengrotte

Aber die Führung ist sehr interessant. Das Bergwerk förderte im 18. Jahrhundert Alaunsalze.
Mit Hammer und Meißel kamen die Arbeiter pro 12 Stunden-Schicht maximal 7 cm voran. Der Höhepunkt ist die Märchengrotte - ein Highlight, das am Schluss mit Beleuchtung und Irish Folk-Musik so richtig romantische Stimmung erzeugt.

Erst gegen Mittag holen wir dann unser Gepäck im Hotel und starten Richtung Jena. Gegenüber den vorangegangenen Touren ist es heute richtig erholsam.

Die erste Teilstrecke bis Rudolstadt hat kaum Steigung und führt durch Kornfelder und lichte Wälder. Rudolstadt grüßt schon von weitem mit der Schlossanlage Heidecksburg, einem prachtvollem Schlossensemble hoch über Stadt und Saale.

Rathaus in Rudolstadt

Aber auch der Marktplatz und die umliegenden Straßenzüge haben Ausstrahlung und sind richtig hergerichtet. Mit wenig kleinen Steigungen geht es weiter über Catharinau, Kalkwitz und Weißen bis nach Uhlstädt. Auch dieser Ort ist schon schön gerichtet und beherbergt ein Flößermuseum. Der nächste Stopp - die Stadt Kahla - enttäuscht etwas.

Altstadt von Kahla

Die Bausubstanz ist gut, aber hat noch viel Entwicklung nötig und die Gastronomie ist sehr begrenzt. Im Innenhof eines Restaurants erfrischen wir uns und radeln weiter, direkt an der naturbelassenen Saale entlang.

Mit wenig Steigungen über die Vororte von Jena kommen wir durch das Industriegebiet (lauter superneue Fabrikanlagen) in die Stadtmitte von Jena, wo wir einchecken und dann zu Fuß die Innenstadt begehen.

Marktplatz in Jena

Bei sommerlichen Temperaturen essen wir im Freien (Fischplatte mit Pinot Grigio - lecker) und wandern dann zurück zum Hotel. Genau rechtzeitig, dann kommt das angekündigte Gewitter.

8.7.2011: Etappe Jena bis Naumburg und Kurzetappe Unstruttal bis Freyburg

Wir lassen das beeindruckende Jena mit dem Intershoptower und den zahlreichen historischen Gebäuden hinter uns und sortieren uns auf den "Saaleradweg" ein.
Rechts der Saale führt er nun auf asphaltierten Straßen weiter. Die Beschilderung ist gut.
Er führt in der Nähe des "Schlosses Thalstein" vorbei und erklimmt einen Hügel.


Im Saaletal

In "Kunitz" müssen wir eine Umleitung nehmen und erreichen dann den Radweg links der Saale. Ein Naturweg führt nun an der Eisenbahnlinie vorbei und erreicht bei "Porstendorf" eine Seenplatte.

Anschließend radeln Sie direkt an den Randbergen der Saale entlang und fahren an einer Engstelle gut 50 Höhenmeter, nur dazu, um kurz danach wieder ins Tal zu radeln.
Kurz vor "Dornburg" geht es nochmals hoch und Sie erreichen dann bergab mit schöner Sicht auf die Dornberger Schlösser am linken Hang der Saale das Tal.


Die Dornbuger Schlösser

Zweimal geht es noch rauf und runter, dann erreichen wir den Ort "Camburg" mit einem dominanten Turm.


Die Burg Rudolphstein

Leider ist dort gastronomisch überhaupt nichts los, so dass wir ohne Pause weiterfahren.
Eine heftige Steigung mit über 10% bringt uns wieder auf die Randberge.
Erst ein paar Kilometer weiter machen wir im Umfeld der "Saale-Unstrut-Weingüter" Pause im "Museumsgutshof Sonnekalb".
Auf der Straße erreichen wir nun den Ort "Stendorf" mit den Burgen "Saaleck" und "Rudelsberg":
Über zwei alternative Routenführungen "eben" und "extrem" können Sie nun "Bad Kösen" erreichen.

Wir wählen unbewusst die lasche Tour und erreichen Bad Kösen über eine Holzbrücke.
Auf einer Naturetappe kommen wir zum Stauwehr, in dem in einer Mühle die Energie für das Gradierwerk erzeugt wird.
Längs der Kleinen Saale fahren wir zum Kloster "Schulpforte", das schon seit dem 13. Jahrhundert existiert.
Heute ist in den historischen Gebäuden ein Internat untergebracht.
Eine Runde durch den Kreuzgang können wir machen, die Kirche ist leider zu.
Entlang der kleinen Saale erreichen wir nun das traumhafte "Naumburg".

Eine perfekt restaurierte historische Innenstadt präsentiert sich hier.

Sehenswert sind besonders der Dom St. Peter und Paul aus dem 13. Jahrhundert, der Marktplatz und die zahlreich restaurierten Straßenzüge.


Dom in Naumburg

Weil es noch früh am Tag ist, radeln wir noch nach Freyburg ins Unstruttal.


Kirche in Freyburg

Natürlich muss es dort ein Viertel des bekannten Weines sein .
Auf der Rückfahrt nehmen wir die Fähre "Blütengrund" an der Unstrutmündung in die Saale.

Das Abendessen nehmen wir auf dem Marktplatz: Pfifferlinge mit gegrilltem, eingelegtem Schweinefilet. Den Riesling nehmen wir extra.

Kilometer: 71,7 km
Höhenmeter: 343 m

9.7.2011: Etappe Naumburg bis Halle

Die historische Innnenstadt hat es uns angetan. So besichtigen wir nochmals die bekannten Plätze und gehen auch nochmals zum Dom.
Dort findet zur Zeit eine Ausstellung statt, deren Eintritt gleichzeitig mit dem Domeintritt entrichtet werden muss.


Figurengruppe am Dom von Naumburg

Mit dem Fahrrad verlassen wir Naumburg über die Marienburg und radeln dann zur Saale.
Entlang einer schönen Flusslandschaft radeln wir an der Burgruine "Schönburg" vorbei, die auf einem Bergsporn liegt.
Links der Saale gibt es nach wie vor Rebhänge zwischen denen das "Schloss Goseck" herausragt.


Blick auf die Saale


Schloss Goseck

In Sichtweite der Saale radeln wir am Fluss weiter bis nach "Leißling".
Dort führt ein sehr schöner Naturweg durch ein idyllisches Sumpfgebiet.
Vor "Weißenfels" geht es etwas bergauf und wir erreichen über ein Neubaugebiet den Hafen.
"Weißenfels" selbst hat einen sehr schönen Marktplatz mit herrlichem Rathaus. Das Schloss "Neuaugustusburg" liegt auf einem Hügel.


Schloss Neuaugustusburg in Weißenfels

Zur Weiterfahrt überqueren wir die Saale und fahren am Bahnhof vorbei und erreichen dann wieder das Saaleufer.
Nach "Großkarbetha" überqueren wir auf einer Brücke die Saale.
Auf einer Naturetappe fahren wir in "Bad Dürrenberg" ein, das mit dem "Borlachturm" Eindruck macht.
Hinter dem Turm erstreckt sich die Stadt mit dem Kurpark.
Ein riesiges Gradierwerk, das durch Verdunsten den Salzgehalt der Sole erhöht, erstreckt sich im Kurpark.


Gradierwerk in Bad Dürrenberg

Auf einer modernen Brücke radeln wir in Richtung "Leuna", der ehemaligen Gartenstadt. Heute ist sie industriell geprägt. Die Industriebetriebe erstrecken sich aber mehr im Hinterland.
Wir bleiben an der Saale und erreichen auf einem Schotterweg das historisch interessante Merseburg. Ein unbedingtes Muss ist der "Schlossblick" an der Saale.
Der Dom und das Schloss liegen auf einem Hügel oberhalb der Stadt.


Der "Schlossblick" in Merseburg

Das Innere des Doms und die Fürstengräber können besichtigt werden.

Die Weiterfahrt führt am noch zu renovierenden Kloster entlang und erreicht einen Park.
Der Radweg passiert nun das Schlosshotel "Schkopau", vor dem sich etliche Paare trauen lassen (zumindest samstags!)

Nun begleitet der Radweg die vierspurige Straße 91, die direkt nach Halle führt:
Riesige Umbauarbeiten im Saale-Elster-Dreieck machen es sinnvoll, die Route längs der "Karlsruher Allee" zu wählen, die nach links abzweigt.
Fast sechs Kilometer geht es nun durch die weitläufigen Vorstädte der Stadt Halle. (Wie man bei so vielen gleich ausschauenden Bauten nach Hause findet?)
Im Zentrum sind wir überrascht, wie viele der historischen Gebäude renoviert sind.


Der Rote Turm am Markt - ursprünglich gehörte er zur Marienkirche

Beeindruckend ist vor allem der alleinstehende Turm, der ursprünglich zur Marienkirche gehörte. Heute steht er einzeln in der Nähe der Marktkirche.

Kilometer: 66,5 km
Höhenmeter: 226m

10.7.2011: Etappe Halle bis Magdeburg

Heute morgen steht das Museum für Frühgeschichte auf dem Plan.
Die Sonnenscheibe von Nebra hat es uns angetan. Sie wurde erst 1998 durch Grabräuber entdeckt und stellt heute noch ein Unikat in der Kunstgeschichte dar.

Nach der hervorragenden Führung im Museum machen wir uns wieder mit den Rädern auf den Weg. Erst geht es am Saaleufer weiter bis zur "Burg Griebichenstein".


Moritzburg in Halle

Dort überqueren wir die Saale und radeln nun links vom Ufer weiter. Durch Gartengebiete erreichen wir die freie Natur und radeln durch "Lettin".


Kräuterwiesen am Weg

An der Fähre "Brachwitz" überqueren wir wieder die Saale und radeln naturbelassen über "Döblitz" nach "Wettin". Dort beeindruckt uns die Burg.


Burg in Wettin

Über Dobis radeln wir am Porphyrgebirge vorbei und erreichen "Rothenburg".
Über einen steilen Berg radeln wir auf die Anhöhe. Das Schloss sieht man leider nicht.

Der Radweg führt dann an Könnern vorbei ins Tal.
Über einen schönen Naturweg erreichen wir nun"Zweihausen". Eine Brücke führt hinüber nach "Alsleben", in dem es noch viel zu tun gibt.
Der Radweg führt nun unter der neuen Brücke der A14 hindurch und erreicht schließlich "Plötzkau", das durch sein mittelalterliches Schloss einen echten Hingucker bildet.


Gewitterstimmung an der Saale bei Gröna

Durch eine herrliche Waldetappe geht es nun weiter. Eine neu erbaute Radlerbrücke bringt uns nach "Gröna" zum Kirchenfest. Leider gibt es nur Kaffee und Kuchen und so essen wir am Fährschiff eine Wurst und trinken einen Radler.

Der nächste Hit ist kaum 5 km weiter in Bernburg. Ein schönes Schloss und zahlreiche KIrchen locken unsere Aufmerksamkeit auf sich. Nur die grob gepflasterten Straßen, auf denen wir auf und ab hoppeln, gefallen uns nicht.


Mittelalterliche Burg in Bernburg

Nach Bernburg fahren wir zunächst durch Bergbaugebiete (Salzförderung), dann geht es romantisch neben der Saale entlang.
In der Nähe von "Nienburg" zweigen wir auf eine kleine Straße nach "Wedlitz" ab und fahren in Richtung "Calbe"


Schöne Häusergruppe in Calbe

Von hier wollen wir eigentlich mit der Bahn nach Magdeburg fahren: Aber wo ist der Bahnhof?
Es gibt zwei Bahnhöfe, aber beide sind jeweils 4 km ausserhalb des Ortes.
Glücklicherweise reicht uns die Zeit und trotz einer nahenden schwarzen Wolke erreichen wir noch trocken den Bahnhof "Calbe Ost", der eigentlich für die früher hier existierende Industrie, aber nicht für die Einwohner von Calbe erbaut wurde.

Alles klappt, die Bahn ist pünktlich und in Magdeburg erreichen wir ebenfalls trocken unser Hotel.

Auch das vom Chef empfohlene Lokal ist klasse, liegt direkt an der Elbe und wir belohnen uns für die abgefahrene Saale-Tour mit einem feinen Essen und einer Flasche Unstrut-Grauer Burgunder.

Jetzt kommt das Gewitter tatsächlich, aber wir sitzen ja cool auf der Terrasse.

Kilometer: 95 km
Höhenmeter: 386 m

11.7.2011: Abstecher mit der Bahn nach Quedlinburg

Quedlinburg ist seit Mitte der neunziger Jahre zum Weltkulturerbe ernannt worden.

Die Stadt wurde vor mehr als 1000 Jahren von Kaiser Otto gegründet. Über 1300 mittelalterliche Fachwerkhäuser und Villen im Architekturstil "Jugendstil" aus der Gründerzeit finden sich dort.
Sehenswert sind auch die zahlreichen KIrchen.
Besonders beeindruckend ist das Schlossbergensemble mit der romanischen Stiftskirche St. Serviati und den Resten der Marienklosters. Auch der Domschatz ist ein Highlight.

Die vielen Straßenzüge, die ohne baulichen Sünden tolle Häuser wie Perlen an der Schnur aufreihen, sind ein absolutes Muss zum Besichtigen.


Rathaus in Quedlinburg


Marktplatz


Historischer Amtshof


Blick auf den Schlossberg


Stiftskirche


Romantischer Blick in die Gassen


Zwei Hundeleben


Typische Fachwerkhäuser - es gibt über 1300 davon

12.7.2011: Magdeburg zu Fuss - 21 km!

Magdeburg ist eine sehr schöne Stadt! Jedes Jahr wird mehr gerichtet und renoviert.
Am beeindruckensten ist der Dom, der die ganze Stadt überragt.


Panorama vom Aussichtsturm


Der Dom von außen

Leider ist im Moment die Besichtigung der Türme nicht möglich. Die baufälligen Treppen werden gerichtet. Aber das ist ja ein guter Weg in die Zukunft.


Der Dom von innen

Die Menschen in der Stadt sind aufgeschlossen und ungemein freundlich.

Das moderne Gegenstück zum Dom ist das Hundertwasserhaus, in dessen Geschäften allein schon des Namens wegen der Punk abgeht.


Das trendige Hundertwasserhaus

Vom anderen Ufer der Elbe - auf der Werder -, sieht man die Kunstobjekte von Jahrtausenden vereint: Das romanische Marienkloster und das Hundertwasserhaus.


Jahrtausende vereint: Romanik und Moderne

Überall gegenwärtig ist Kaiser Otto, der als "Reiter von Magdeburg" auf dem Marktplatz verewigt ist.


Der Reiter von Magdeburg auf dem Marktplatz

Auf der Elbe hatten früher zahlreiche Flussmühlen geankert und Korn gemahlen. Nach dem Aufkommen der Dampfschifffahrt waren sie zunehmend im Weg und wurden dann kurzerhand abgeschafft.
Ein rekonstruiertes Exemplar steht als Museum an der Elbe.


Museum einer alten Flussmühle an der Elbe

Ein weiteres Highlight steht im Elbauenpark: Der Jahrtausendturm.
In ihm ist ein Museum der Menschheitsgeschichte untergebracht.


Der Jahrtausendturm


Übersicht: Hier geht es zur ausführlichen Beschreibung des Saaleradweges: Überblick der Etappen Saaleradweg

 

Alle Radturen Überblick"Alle Touren Deutschland"

Übersicht "Alle Touren Europa"